Lupo Fin­to: Street Art Ber­lin

Lupo Fin­to ist gebür­ti­ger Ber­li­ner und foto­gra­fiert seit 2007 Street Art.

Ich habe den „Gum­mi­stöp­sel“ auf der Stra­ße gese­hen und mei­ne Mitbewohner*innen gefragt, ob sie ihn auch gese­hen haben. Obwohl sie sogar mit Fahr­rad fast dar­über gefah­ren sind, hat­ten sie ihn nicht wahr­ge­nom­men. Seit­dem foto­gra­fie­re ich Street-Art, um sie ande­ren zu zei­gen.

Lupo Fin­to beschreibt die Street Art Objek­te als „Geschen­ke an die urba­ne Gesell­schaft“. Er ist fast immer mit Fahr­rad oder zu Fuß unter­wegs. Jah­re­lang hat­te er sei­ne Kame­ra stets dabei und hat auf sei­nen All­tags­we­gen die Augen offen gehal­ten. Die meis­ten Fotos sind in Kreuz­berg und Neu­kölln ent­stan­den, weil er sich haupt­säch­lich dort bewegt – er wohnt in Neu­kölln und arbei­tet in Kreuz­berg. Ab und zu fährt er  in ande­re Bezir­ke, um bewusst nach Street-Art zu suchen.

Lupo Fin­to kennt zwar mitt­ler­wei­le eini­ge Street-Art-Künstler*innen per­sön­lich und auch ande­re Street-Art-Fotograf*innen, ist aber selbst in kei­nem Netz­werk. Durch den Kon­takt mit Street-Art-Künstler*innen hat er Infor­ma­tio­nen erhal­ten, wel­che Street-Art von wel­chem Künst­ler ist. Z.B. hat Josef Foos, einer der Kork­männ­chen­pro­du­zen­ten, ihm erzählt, dass “Dave the Chimp” die “Human Beans” macht. Eini­ge Street-Art-Künstler*innen sind ver­netzt und beob­ach­ten sich gegen­sei­tig.
2011 hat Josef Foos ange­fan­gen Kork­männ­chen in der Stadt “aus­zu­set­zen”, 2012 hat Alte Wil­de Kork­männ­chen, die Idee auf­ge­grif­fen. Bei­de sind noch immer aktiv und haben mitt­ler­wei­le Tau­sen­de von Kork­männ­chen in ganz Ber­lin ver­teilt. Die bei­den Künst­ler sind seit Jah­ren mit­ein­an­der befreun­det und haben eine rie­si­ge Fan­ge­mein­de, nicht nur in Ber­lin.

Kork­männ­chen sind auch in Leip­zig, Waren­dorf, Müns­ter und Hal­le auf­ge­taucht. Und auch in Washing­ton, Ita­li­en, Däne­mark, Far­ö­er Inseln, Mali,Kambodscha und Neu­see­land. (www.korkmaennchen.de)

Die­se Aus­stel­lung zei­gen wir im Blau­en und Roten Café. Die­se bei­den Räu­me sind als Ein­bahn­weg zu bege­hen.
Die Fotos sind auch käuf­lich zu erwer­ben.